Ölpreise geben weiter nach - Überschwemmungen in USA belasten

Die Ölpreise sind am Dienstag etwas gesunken. Nach einer leichten Erholung im frühen Handel knüpften die Notierungen seit dem Vormittag wieder an die Verluste vom Wochenauftakt an. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete gegen Mittag 51,48 US-Dollar. Das waren 41 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um sechs Cent auf 46,54 Dollar.
29.08.2017 13:13

Am Ölmarkt bleiben der tropische Wirbelsturm "Harvey" und die Auswirkungen der Überschwemmungen auf die Ölindustrie an der Südküste der USA das alles beherrschende Thema. Im US-Bundesstaat Texas wurden mehrere Raffinerien geschlossen. Derzeit gebe es einen starken Einbruch bei der Nachfrage nach Rohöl in den USA, sagte Experte John Kilduff von "Again Capital", einem auf Rohstoffe spezialisiertem Handelshaus.

"Die Überschwemmungen werden noch längere Zeit eine Wiederaufnahme des Raffineriebetriebs, eine Bestandsaufnahme der Schäden und notwendige Reparaturarbeiten erschweren", hiess es in einer Analyse von Rohstoffexperten der Commerzbank. Sie verwiesen ausserdem auf die Preisdifferenz zwischen den beiden Ölsorten, die sich auf etwa fünf Dollar ausgeweitet hat. Grösser sei die Differenz zuletzt vor zwei Jahren gewesen./jkr/jsl/stb

(AWP)