Ölpreise geben weiter nach - Venezuela-Krise kann nicht stützen

Die Ölpreise haben am Montag an die Verluste vom Freitag angeknüpft und sind weiter gesunken. Gegen Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 51,65 US-Dollar. Das waren 45 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im September fiel um 35 Cent auf 48,47 Dollar.
14.08.2017 12:56

Marktbeobachter erklärten die fallenden Ölpreise nach wie vor mit der jüngsten Nachfrageprognose der Internationalen Energieagentur (IEA). Die Agentur, in der sich zahlreiche Industrieländer als Interessenvertretung zusammengeschlossen haben, hatte am vergangenen Freitag mitgeteilt, dass weniger Öl aus den Ländern der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) benötigt werde als zuvor gedacht.

Die jüngste Zuspitzung der Krise im Opec-Land Venezuela konnte die Ölpreise nicht stützen. Die Vereinigten Staaten wollen autoritäre Bestrebungen in Venezuela nicht hinnehmen. Angesichts der eskalierenden Krise hatte US-Präsident Donald Trump zuletzt auch eine militärische Option ins Spiel gebracht. Venezuela zählt zu den wichtigsten Öllieferanten der USA.

Dauerthema am Markt bleiben die Produktionskürzungen des Ölkartells Opec, das zusammen mit anderen grossen Fördernationen das Angebot verknappen und damit die Weltmarktpreise heben will. Bislang ist das Vorhaben allenfalls zeitweise von Erfolg gekrönt. Grösster Gegenspieler sind die amerikanischen Schieferölproduzenten, die aufgrund ihrer flexiblen Fördertechnologie die Strategie der Opec erschweren./jkr/tos/stb

(AWP)