Ölpreise gestiegen - Brent wieder über 50 US-Dollar

Die Ölpreise haben bis zum Donnerstagmorgen ihre deutlichen Verluste vom Vortag wieder ausgeglichen. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai 51,00 US-Dollar. Das waren 36 Cent mehr als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 38 Cent auf 48,42 Dollar.
23.03.2017 07:25

Händler sprachen von einer Gegenbewegung. Am Vortag hatte ein überraschend starker Anstieg der US-Ölreserven für neuen Verkaufsdruck gesorgt und den Brent-Preis erstmals seit November unter die Marke von 50 Dollar gedrückt. Laut dem US-Energieministerium sind die Lagerbestände in der vergangenen Woche um 4,95 Millionen Barrel auf ein Rekordhoch von 533,1 Millionen Barrel geklettert. Experten hatten zwar einen Anstieg erwartet, allerdings nur um 1,77 Millionen Barrel.

Im November waren die Preise deutlich gestiegen, nachdem sich das Ölkartell Opec und weitere wichtige Förderländer auf Förderkürzungen geeinigt hatten. Seither gibt es zum einen Zweifel, inwieweit die Länder ihre Versprechen tatsächlich umsetzen. Zum anderen weiten in den USA sogenannte Fracker ihre Ölproduktion wieder aus und konterkarieren dadurch den Versuch der Opec, die Preise durch eine Angebotsverknappung zu erhöhen. Inzwischen wird eine Verlängerung der noch bis zur Jahresmitte geltenden Produktionskürzungen ins zweite Halbjahr hinein diskutiert./tos/fbr

(AWP)