Ölpreise gesunken

Die Ölpreise sind am Dienstag gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Mittag 53,47 US-Dollar. Das waren 41 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel um 37 Cent auf 50,76 Dollar. Der WTI-Preis war in der Nacht zwischenzeitlich noch bis auf 51,23 Dollar gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit knapp fünf Wochen.
23.05.2017 13:09

Händler sprachen von einer Gegenbewegung nach deutlichen Preiszuwächsen an den vorangegangenen Handelstagen. Im Blick steht das am Donnerstag anstehende Treffen der Vertreten des Ölkartells Opec in Wien. Erwartet wird, dass die Opec-Staaten und Russland ihre bestehende Förderbeschränkung in das kommende Jahr hinein verlängern und dadurch das Angebot verknappen werden.

Der Ölminister von Kuwait sieht aber noch keine Einigkeit für eine neunmonatige Verlängerung. "Möglicherweise ist dies ein Versuch, die Erwartungshaltung im Vorfeld der Sitzung zu drücken, um das Enttäuschungspotenzial nach der Sitzung zu begrenzen", schreibt Eugen Weinberg, Rohstoffexperte der Commerzbank.

Gegenwind für die Opec komme weiterhin aus den USA. Weinberg verweist auf die sich erholende Schieferölproduktion. Zudem hat US-Präsident Donald Trump den Verkauf der Hälfte der strategischen Rohölreserven vorgeschlagen. Zwar sei die notwendige Zustimmung des Kongresses ungewiss, so Weinberg. Die Meldung habe jedoch ausgereicht, um die Ölpreise am Dienstag unter Druck zu setzen./jsl/jkr/fbr

(AWP)