Ölpreise halten jüngste Gewinne weitgehend

Die Ölpreise haben am Freitag ihre seit Wochenmitte erzielten Gewinne weitgehend gehalten. Im Mittagshandel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli 50,71 US-Dollar. Das waren sechs Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Juni-Lieferung fiel um zehn Cent auf 47,73 Dollar.
12.05.2017 12:43

Am Mittwoch und Donnerstag hatten die Ölpreise zugelegt. Auslöser waren Vorratsdaten aus den USA, die auf einen stärkeren Rückgang der nach wie vor sehr hohen Rohölvorräte hindeuten. Fallende Lagerbestände sind ein Hauptziel des Ölkartells Opec, das zusammen mit anderen grossen Produzenten seit Jahresbeginn die Rohölförderung deckelt. Opec-Vertreter hatten zuletzt eine Verlängerung der Förderbegrenzung signalisiert, um so die Preise zu stabilisieren.

"Der am Donnerstag veröffentlichte OPEC-Monatsbericht zeige allerdings das Dilemma auf, in welchem sich das Ölkartell befindet", kommentierten die Rohstoffexperten der Commerzbank. Denn die OPEC habe ihre Schätzung für das Wachstum des Nicht-OPEC-Angebots in diesem Jahr um fast 400 000 auf 950 000 Barrel pro Tag nach oben revidiert. Verantwortlich für diesen Anstieg ist laut Commerzbank vor allem die wachsende Förderung in den USA./jsl/tos/zb

(AWP)