Ölpreise legen etwas zu

Die Ölpreise haben am Dienstag an die leichten Gewinne vom Wochenauftakt angeknüpft und weiter etwas zugelegt. Marktbeobachter sprachen von einem vergleichsweise impulsarmen Handel. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete gegen Mittag 48,42 US-Dollar. Das waren 13 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte um 12 Cent auf 46,20 Dollar.
13.06.2017 12:38

Rohstoffexperten der Commerzbank wollten in den kommenden Handelstagen sinkende Ölpreise nicht ausschliessen. "Preisanstiege werden weiterhin als Verkaufsgelegenheit erachtet", hiess es in einer Analyse. Nach wie vor spielt die Schieferölproduktion in den USA eine wichtige Rolle am Ölmarkt.

Die Commerzbank-Experten gehen davon aus, dass die amerikanischen Schieferölproduzenten im ersten Quartal in Erwartung eines weiteren Preisanstiegs infolge der Opec-Kürzungen keine Absicherungsgeschäfte getätigt haben. Diese Fehleinschätzung könnte in den kommenden Tagen korrigiert werden.

Seit Monaten sind die Bohraktivitäten in den USA tendenziell gestiegen. Die Zahl der Ölbohrlöcher legte in der vergangenen Woche um 8 auf 741 zu. Dies ist das höchste Niveau seit 2015.

Der Markt wartet ausserdem auf neue Nachrichten zur Entwicklung der Ölreserven in den USA. Aufschluss über die jüngste Entwicklung werden Daten des US-Energieministerium zu den Rohöllagerbeständen geben, die am Mittwoch veröffentlicht werden./jkr/tos/fbr

(AWP)