Ölpreise legen nach Lagerdaten zu

Die Ölpreise haben am Donnerstag auf neue Lagerdaten aus den USA mit Gewinnen reagiert. Am Abend kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August 51,40 US-Dollar. Das waren 64 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juli stieg um 75 Cent auf 49,07 Dollar.
01.06.2017 18:39

Nachdem die Ölpreise bis zum Nachmittag Verluste verbucht hatten, sorgten neue Vorratsdaten aus den USA für die Wende. Nach Daten des US-Energieministeriums gingen die Bestände von Rohöl in der vergangenen Woche viel deutlicher zurück als erwartet. Zudem war es der achte Rückgang in Folge, wenn auch von hohem Niveau aus.

Ein Hauptziel der Fördergrenze, die das Ölkartell Opec mit anderen Fördernationen vergangenes Jahr gezogen und unlängst verlängert hat, ist die Reduzierung der Ölvorräte in den Industrieländern. Diesem Ziel scheint die Opec, zumindest in den USA, näher zu kommen.

Auf der anderen Seite zeigt die Ölförderung der USA, die nach Zahlen vom Mittwoch in der vergangenen Woche weiter gestiegen ist, wie anfällig die Opec-Strategie ist. Denn jede Preissteigerung, die sich als Folge der OPec-Fördergrenze ergibt, macht die Ölförderung für US-Unternehmen lukrativer und lässt deren Produktion steigen./bgf/jha/

(AWP)