Ölpreise legen zu - Lagerbestände fallen

Die Ölpreise haben am Mittwoch moderat zugelegt. Am Markt wurden Lagerdaten aus den USA als Grund genannt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete gegen Mittag 49,21 US-Dollar. Das waren 48 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Juni-Lieferung stieg um 50 Cent auf 46,38 Dollar.
10.05.2017 12:52

Am Dienstagabend hatte das privatwirtschaftliche American Petroleum Institute (API) einen abermaligen Rückgang der amerikanischen Lagerbestände an Rohöl gemeldet. Am heutigen Mittwoch stehen die wöchentlichen Zahlen der Regierung an. Beobachter rechnen mit dem fünften Rückgang in Folge, allerdings von hohem Niveau aus.

Fallende Lagerbestände in den Industrieländern und steigende Weltmarktpreise sind ein Hauptziel des Ölkartells Opec, das seit Jahresbeginn zusammen mit anderen grossen Produzenten die Rohölförderung begrenzt. Unter Fachleuten gilt es als fraglich, ob die Strategie aufgehen kann.

Zünglein an der Waage ist die US-Ölproduktion, die durch die längere Phase fallender Preise zwar geschwächt wurde. Steigen jedoch die Preise, können die US-Förderer ihre Produktion dank einer flexiblen Fördertechnologie schnell wieder hochfahren. Das zeigt sich an der in den vergangen Monaten deutlich gestiegenen Anzahl an amerikanischen Ölförderstellen./bgf/jsl/fbr

(AWP)