Ölpreise nach Höhenflug ohne klare Richtung

Die Ölpreise haben sich am Donnerstag nach dem jüngsten Höhenflug uneinheitlich gezeigt. Im Mittagshandel kostete ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar 60,28 US-Dollar. Das waren 21 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Dezember-Lieferung stieg hingegen um drei Cent auf 54,33 Dollar.
02.11.2017 12:21

"Der Höhenflug der Ölpreise scheint vorerst gestoppt", hiess es in einer Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank. Am Mittwoch war der Preis für Brent-Öl noch zeitweise bis auf 61,70 Dollar gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit Juli 2015. Nach der Veröffentlichung neuer Daten zu den US-Ölreserven am Mittwochnachmittag haben die Ölpreise aber vorerst nicht weiter zugelegt.

Die amerikanischen Lagerbestände an Rohöl waren in der vergangenen Woche zwar stärker als erwartet gesunken, was für steigende Ölpreise spricht. Allerdings war die Fördermenge an Rohöl in den USA zeitgleich gestiegen.

Die Commerzbank-Experten gehen davon aus, dass die US-Ölproduktion inzwischen sämtliche Verluste nach den jüngsten Hurrikans wieder wettgemacht hat. Ihrer Einschätzung nach liegt die Fördermenge nur noch knapp unter dem Zwei-Jahreshoch, das Ende September bei 9,56 Millionen Barrel pro Tag erreicht worden war. "Das aktuell hohe Niveau der Ölpreise spricht für eine Fortsetzung dieses Trends", hiess es in der Commerzbank-Analyse./jkr/tos

(AWP)