Ölpreise sinken leicht - US-Fördermenge erreicht Rekordhoch

Die Ölpreise haben ihren jüngsten Höhenflug am Mittwoch vorerst nicht weiter fortgesetzt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete am späten Nachmittag 78,20 US-Dollar. Das waren 23 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juni fiel um 23 Cent auf 71,08 Dollar.
16.05.2018 18:18

Im Verlauf war bekannt worden, dass die Ölproduktion in den USA in der vergangenen Woche um 0,19 Prozent auf ein Rekordhoch von 10,72 Millionen Barrel pro Tag gestiegen war. Eine rekordhohe Fördermenge belastet gemeinhin die Ölpreise.

Allerdings hatte die US-Regierung zeitgleich gemeldet, dass die US-Ölreserven in der vergangenen Woche gesunken waren, was eher für steigende Ölpreise spricht. Allerdings waren die Lagerbestände nur um 1,4 Millionen Barrel auf 432,4 Millionen Barrel zurückgegangen. Analysten hatten im Mittel einen Rückgang um 2,0 Millionen Barrel erwartet.

Marktbeobachter sprachen ausserdem von einer Gegenbewegung am Ölmarkt. Noch am Vortag hatten die Ölpreise deutlich zugelegt. Zeitweise war der Brent-Preis bis auf 79,47 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit November 2014 gestiegen. Der Preis für US-Öl war bis auf 71,92 Dollar geklettert.

Belastet hätten auch jüngste Aussagen der Internationalen Energieagentur (IEA), hiess es weiter. Die IEA-Experten gehen davon aus, dass mögliche Angebotsausfälle des Iran infolge neuer US-Sanktionen durch andere grosse Förderländer ausgeglichen werden könnten./jkr/jsl/he

(AWP)