Ölpreise steigen etwas

Die Ölpreise sind am Freitag leicht gestiegen und haben sich damit etwas von ihren deutlichen Verlusten in der laufenden Woche erholt. Gegen Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 58,06 US-Dollar. Das waren 35 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um elf Cent auf 52,56 Dollar.
04.10.2019 12:53

Auf Wochensicht ging es mit den Preisen für Rohölpreise deutlich nach unten. Ausschlaggebend waren schwache Konjunkturdaten aus führenden Industriestaaten, vor allem aus den USA. An den Märkten rief besondere Besorgnis hervor, dass die Schwäche der Industrie auf den bisher stabilen Dienstleistungssektor übergreift.

"Für die Ölnachfrage bedeutet dies nichts Gutes", sagte Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank. Mit einem Übergreifen der Krise in der Industrie auf den Bereich Dienstleistungen sinke auch der Transportbedarf. Experte Fritsch verwies ausserdem auf jüngste Aussagen des Chefs der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol. Der hatte zum wiederholten Male binnen weniger Tage vor einer weiteren Abwärtsrevision der Nachfrageprognose gewarnt.

Die zunehmende Konjunkturschwäche trifft darüber hinaus auf zahlreiche politische Risiken, was die Aussichten für die Ölnachfrage zusätzlich dämpft. Zu nennen sind in erster Linie die zahlreichen Handelskonflikte, die Unsicherheit rund um den Brexit, das absehbare Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump und die anhaltenden Unruhen in Hongkong./jkr/bgf/jha/

(AWP)