Ölpreise steigen - Kurden-Konflikt stützt

Die Ölpreise haben am Donnerstag nach einer kurzen Konsolidierung wieder an den jüngsten Höhenflug angeknüpft. Ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November kostete am späten Nachmittag 58,36 US-Dollar. Das waren 46 Cent mehr als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 15 Cent auf 52,29 Dollar.
28.09.2017 17:31

Nach dem umstrittenen Unabhängigkeitsreferendum der Kurden im Nordirak will die Türkei den Ölexport aus dem Nachbarland nur noch über die Behörden der Zentralregierung abwickeln. Iraks Regierungschef Haidar al-Abadi teilte am Donnerstag mit, sein türkischer Kollege Binali Yildirim habe ihm in einem Telefonat zugesagt, die "Ausfuhr von Öl auf die (irakischen) Bundesbehörden zu beschränken". Vor allem der Brent-Preis profitierte von den Aussagen.

Gestützt wurden die Ölpreise auch durch den gefallenen Kurs des US-Dollar. Rohöl wird in Dollar gehandelt. Ein schwächerer Wechselkurs macht Rohöl in anderen Währungsräumen günstiger und kann dadurch nachfragestützend wirken./js/he

(AWP)