Ölpreise steigen moderat - Handelsabkommen stützt

Die Ölpreise sind am Donnerstag moderat gestiegen. Am Markt wurde auf eine vorläufige Eindämmung des Handelskonflikts zwischen den USA und China verwiesen. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 64,56 US-Dollar. Das waren 55 Cent mehr als am Mittwoch. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI stieg um 66 Cent auf 58,47 Dollar.
16.01.2020 17:32

Für Preisauftrieb sorgte die am Mittwoch erfolgte Unterzeichnung eines ersten Handelsabkommens zwischen den USA und China. Zum einen weckt dies die Hoffnung, dass die Weltwirtschaft und die Ölnachfrage wieder etwas stärker wachsen werden. Zum anderen hat China zugesichert, mehr amerikanisches Rohöl und Ölprodukte wie Benzin zu kaufen.

Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank zeigte sich über die Auswirkungen der Vereinbarung zwischen den USA und China aber zurückhaltend. "Es bleibt abzuwarten, ob das Abkommen tatsächlich so umgesetzt wird, wie vereinbart", sagte Weinberg und verwies darauf, dass China derzeit noch Zölle auf Importe von US-Rohöl in Höhe von fünf Prozent verlange.

Zur Wochenmitte waren die Rohölpreise noch unter Druck geraten, nachdem das US-Energieministerium einen starken Anstieg der landesweiten Reserven an Benzin und Diesel gemeldet hatte. Ausserdem teilte die Behörde mit, dass die amerikanische Ölförderung auf einen neuen Rekordstand gestiegen ist. Der Produktionsboom geht vor allem auf die umstrittene Fracking-Technologie zurück./bgf/jsl/he

(AWP)