Ölpreise steigen in ruhigem Umfeld leicht an

Die Ölpreise haben am Montag anfängliche Verluste ausgeglichen und sind gegen Mittag sogar leicht gestiegen. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 78,08 US-Dollar. Das waren 44 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Oktober-Lieferung stieg um 12 Cent auf 69,92 Dollar.
03.09.2018 13:18

Die Lage am Ölmarkt ist nach wie vor durch gegenläufige Einflüsse gekennzeichnet. Preisstützend wirkt die Aussicht auf ein fallendes Angebot des Opec-Landes Iran. Ausschlaggebend sind Wirtschaftssanktionen der USA wegen des iranischen Atomprogramms. Dem steht die Ankündigung grosser Förderländer entgegen, wonach der Angebotsausfall Irans ausgeglichen werden soll. In erster Linie zählt der Markt hier auf das Ölkartell Opec und speziell Saudi-Arabien sowie Russland.

Die Rohstoffanalysten von der Commerzbank sind aber skeptisch, ob ein Ausgleich von Angebotsengpässen gelingen kann. So zeigten neue Produktionsdaten, dass die Opec schon den jüngsten, vergleichsweise moderaten Produktionsrückgang Irans nicht egalisieren konnte. "Damit bleibt unklar, ob die Opec einen möglichen massiven Rückgang der iranischen Ölexporte wegen der US-Sanktionen auffangen kann." Russland könne seine Produktion, die aktuell nahe des post-sowjetischen Rekordhochs liege, ohnehin nicht mehr stark steigern./bgf/tos

(AWP)