Ölpreise uneinheitlich nach US-Lagerdaten

Die Ölpreise haben am Mittwoch uneinheitlich auf neue Lagerdaten aus den USA reagiert. Während der Preis für US-Rohöl zulegte, lag der Preis für Nordseeöl am Abend weiter leicht im Minus. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete zuletzt 52,03 US-Dollar. Das waren 13 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg dagegen um 24 Cent auf 49,80 Dollar.
26.04.2017 18:22

Am Markt wurden der steigende US-Ölpreis mit neuen Lagerdaten aus den USA begründet. Verwiesen wurde auf die Bestände an Rohöl, die in der vergangenen Woche nach Daten des Energieministeriums vom Mittwoch zum dritten Mal in Folge und deutlicher als erwartet gefallen waren. Die Benzin- und Destillatevorräte waren dagegen gestiegen. Auch die landesweite Ölproduktion hatte weiter zugelegt. Sie liegt mittlerweile auf dem höchsten Stand seit Mitte 2015.

Trotz der jüngsten Rückgänge liegen die Rohölvorräte in den USA nicht weit entfernt von ihren Rekordständen. Auch in vielen anderen Industrienationen sind die Ölläger sehr gut gefüllt, wie aus jüngsten Zahlen der Internationalen Energieagentur IEA hervorgeht. Das Ziel des Ölkartells Opec und anderer grosser Produzenten, die Vorräte mit Förderkürzungen deutlich zu verringern, liegt nach wie vor in weiter Ferne. Deshalb gilt eine Verlängerung der Förderkürzungen über die Jahresmitte hinaus als notwendig. Allerdings hält sich insbesondere Russland bedeckt, ob es dazu bereit ist./bgf/he

(AWP)