Ölpreise weiten Verluste aus

Die Ölpreise haben am Mittwoch nach der Veröffentlichung der US-Rohöllagerbestände ihre Verluste deutlich ausgeweitet. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am späten Nachmittag 47,05 US-Dollar. Das waren 1,68 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 1,70 Dollar auf 44,75 Dollar.
14.06.2017 18:14

Die Rohöllagerbestände in den USA waren in der vergangenen Woche zwar gefallen. aber nicht so deutlich wie von Experten erwartet. Zudem waren die Bestände an Benzin und Destillaten gestiegen. Das Plus bei den Benzinlagerbeständen ist in der Reisesaison ungewöhnlich. Zudem hatte auch die Ölproduktion in den USA zugelegt.

Am Markt wurden die Preisrückgänge zudem auf einen Bericht der Internationalen Energieagentur IEA zurückgeführt. In dem Monatsbericht der Agentur hiess es, dass das Ölangebot ausserhalb des Ölkartells Opec im kommenden Jahr vermutlich stärker steigen werde als die Ölnachfrage.

Käme es so, würde das gegenwärtige Überschussangebot an Rohöl weiter steigen. Das wiederum würde die Opec in die Enge treiben, weil deren Strategie, mit Produktionskürzungen die hohen Vorräte der Industrieländer zu verringern, ins Leere laufen würde./jsl/he

(AWP)