Ölpreise weiter gesunken

Die Ölpreise haben am Donnerstag nach einer zwischenzeitlichen Erholung wieder nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete zuletzt 73,37 US-Dollar und damit 3 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im August fiel um 81 Cent auf 69,57 Dollar.
12.07.2018 19:08

Bereits am Vortag hatte die Sorge vor einem Handelskrieg zwischen den USA und China die Ölpreise stark belastet. Beide Ölpreise waren um jeweils etwa drei Dollar eingebrochen. Ein Handelskrieg wäre eine ernste Belastung für die Weltwirtschaft und damit für die Nachfrage nach Rohöl.

Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) könnte aber auch das Ölangebot künftig beschränkt bleiben. Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) könne nur mit Mühe Lieferausfälle in den Mitgliedsstaaten Venezuela und Iran ausgleichen, hiess es in dem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht des Interessenverbands. Länder der Opec müssten möglicherweise an ihre maximale Fördermenge herangehen, um die Defizite wettzumachen.

Vor allem Saudi-Arabien wird nach Einschätzung der IEA-Experten besondere Anstrengungen unternehmen müssen, um die Förderausfälle auszugleichen, hiess es weiter. Das führende Opec-Land werde demnach so stark wie noch nie zuvor an die Kapazitätsgrenze herangehen müssen./tos/he

(AWP)