Ölpreise wenig bewegt

Die Eskalation der diplomatischen Beziehungen unter den Golfstaaten hat die Ölpreise am Dienstag kaum bewegt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent stieg bis zum Mittag leicht auf 49,57 US-Dollar. Das waren zehn Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte um fünf Cent auf 47,46 Dollar zu.
06.06.2017 12:51

Saudi-Arabien, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain hatten am Montag die diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen. Katar wird eine Verbindung zum internationalen Terrorismus unterstellt. "Ob und in welchem Ausmass auch Energielieferungen von der gestrigen Entscheidung betroffen sind, lässt sich noch nicht abschätzen", schreiben die Analysten der Commerzbank. Katar sei zwar ein wichtiger Lieferant von verflüssigtem Erdgas, sei aber beim Erdöl ein vergleichsweise kleiner Akteur.

Sollte Katar allerdings die Förderbegrenzung der Opec nicht mehr mittragen, könnten auch andere Länder diesem Beispiel folgen, schreiben die Commerzbank-Analysten. Zunächst haben die Ölpreise jedoch weiter auf dem niedrigen Niveau verharrt, das sie Ende der vergangenen Woche nach dem Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen erreicht hatten./jsl/bgf/she

(AWP)