Ölpreise drehen am Nachmittag ins Plus

NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben am Montagnachmittag ins Plus gedreht. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 48,37 US-Dollar. Das waren 36 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Oktober stieg um 52 Cent auf 46,40 Dollar.
12.09.2016 17:42

Auftrieb gaben am Nachmittag Spekulationen, wonach es zu einer Einigung der OPEC-Länder auf ein Einfrieren der Produktion kommen könnte. "Nachdem der Iran nach Aufheben der Sanktionen verlorene Förderung wieder aufgeholt hat, besteht die Möglichkeit, dass sich das Land mit Saudi-Arabien in den nächsten Monaten auf ein Einfrieren der Produktion einigen kann", erwartet Ölmarkt-Analyst Mike Wittner von Societe Generale.

Am Freitag noch waren die Ölpreise deutlich unter Druck geraten. Nach Angaben des US-Ölausrüsters Baker Hughes vom Freitagabend ist die Zahl der Bohrlöcher in den USA zuletzt um sieben auf 414 gestiegen. Der vergleichsweise starke Anstieg der Bohrlöcher deutet auf ein höheres Angebot an Rohöl hin und belastet die Preise. Hinzu kommt, dass die Lagerbestände an Rohöl in der grössten Volkswirtschaft der Welt im langfristigen Vergleich weiterhin hoch sind. "Kurzfristig spricht vieles für einen weiteren Rückgang der Ölpreise", kommentierten die Analysten der Commerzbank.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist zuletzt leicht gefallen. Das Opec-Sekretariat meldete am Montag, dass der Korbpreis am Freitag 44,55 Dollar je Barrel betragen habe. Das waren sechs Cent weniger als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 14 wichtigsten Sorten des Kartells./jsl/he

(AWP)