Ölpreise drehen ins Minus und setzen Talfahrt fort

Die Ölpreise haben am Freitag an die deutlichen Verlusten der Vortage angeknüpft und weiter nachgegeben. Nachdem sich die Notierungen zunächst etwas erholen konnten, drehten sie am Nachmittag ins Minus und der US-Ölpreis fiel tiefer unter die Marke von 50 Dollar.
10.03.2017 18:16

Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai 51,81 US-Dollar. Das waren 38 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im April fiel um 30 Cent auf 48,98 Dollar.

Seit Mitte der Woche sind beide Ölpreise um jeweils etwa vier Dollar abgestürzt. Die Talfahrt folgte auf einen unerwartet kräftigen Anstieg der Ölreserven in den USA, der auf ein hohes Angebot hindeutet. Die Lagerbestände an Rohöl waren die neunte Woche in Folge gestiegen.

Gut zwei Monate nach Inkrafttreten der Produktionskürzungen durch das Ölkartell Opec und weitere Förderländer lasse sich noch immer keine Einengung des Angebots am Ölmarkt erkennen, schreiben Experten der Commerzbank./jkr/jsl/she

(AWP)