Ölpreise drehen ins Plus

Die Ölpreise haben am Donnerstag zugelegt. Nach Verlusten im frühen Handel drehten die Notierungen im Vormittagshandel ins Plus. Gegen Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April 57,29 US-Dollar. Das waren 49 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im März stieg um 31 Cent auf 54,19 Dollar.
02.02.2017 12:51

Marktbeobachter erklärten die steigenden Ölpreise mit Meldungen aus Russland. Das wichtige Förderland habe seine Ölproduktion im Januar um 117 000 Barrel pro Tag gesenkt, teilte der russische Energieminister Alexander Nowak mit. Russland sei damit auf dem Weg, die Vereinbarung zwischen dem Ölkartell Opec und anderen Förderländern zur Reduzierung der Produktion zu erfüllen.

Ende vergangenen Jahres hatte sich die Opec mit anderen wichtigen Ölstaaten auf eine Reduzierung der Fördermenge um etwa 1,8 Millionen Barrel pro Tag geeinigt. Die Vereinbarung trat Anfang des Jahres in Kraft und hat eine Laufzeit von sechs Monaten. Der russische Anteil an der Vereinbarung liegt bei 300 000 Barrel pro Tag. Seit Inkrafttreten der Vereinbarung war klar, dass einzelne Förderländer die zugesagte Kürzung nur schrittweise erreichen werden./jkr/jsl/stb

(AWP)