Ölpreise drehen wieder ins Plus

NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben am Dienstag anfängliche Verluste wieder ausgeglichen und leicht zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete am Mittag 45,49 US-Dollar. Das waren 10 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im September stieg um 17 Cent auf 43,18 Dollar.
09.08.2016 12:55

Seit Mitte vergangener Woche legen die Ölpreise zu. Zuletzt zeigte sich die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) bemüht, dem starken Rückgang der Ölpreise im Juli entgegenzuwirken. Allerdings gibt es im Ölkartell weiterhin keine Pläne, die hohe Fördermenge zu drosseln oder eine Obergrenze für die Fördermenge festzulegen.

Spekulationen am Markt, eine Obergrenze könne bei einem Opec-Treffen im September zur Sprache gebracht werden, halten Experten der Commerzbank nicht für glaubhaft. "Kaum fällt der Ölpreis, wird schon wieder von einigen OPEC-Ländern ähnlich wie im Frühjahr das Thema 'freiwilliges Einfrieren der Produktion' ins Spiel gebracht", schreibt Experte Eugen Weinberg. "Doch letztendlich dürften die Gespräche nur leeres Gerede und die OPEC bei ihrer Politik der Verteidigung der Marktanteile bleiben."

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist weiter gestiegen. Das Opec-Sekretariat meldete am Dienstag, dass der Korbpreis am Montag 41,10 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren 1,02 Dollar mehr als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 14 wichtigsten Sorten des Kartells/tos/jkr/stb

(AWP)