Ölpreise erholen sich etwas vom Vortageseinbruch

NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben zum Wochenschluss zu einem Erholungsversuch angesetzt. Nachdem die Preise im Verlauf der Woche tendenziell gefallen und am Vortag regelrecht eingebrochen waren, legten sie am Freitag wieder zu. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete am Mittag 46,63 US-Dollar. Das waren 23 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im August stieg um 27 Cent auf 45,41 Dollar.
08.07.2016 12:53

Händler erklärten die steigenden Ölpreise mit jüngsten Daten der US-Regierung zur Fördermenge in den USA. Diese war in der vergangenen Woche so stark wie seit 2013 nicht mehr gesunken. Am Vorabend hatte noch die Enttäuschung der Anleger über Daten zu den US-Ölreserven überwogen. Das Abschmelzen der Lagerbestände an Rohöl war mit 2,2 Millionen Barrel auf 524,4 Millionen Barrel weniger stark als erhofft ausgefallen. Die Enttäuschung hatte einen ersten Erholungsversuch am Ölmarkt zunächst beendet und einen starken Preisrutsch ausgelöst.

Im weiteren Handelsverlauf haben die Anleger an den Finanzmärkten vor allem Konjunkturdaten aus den USA im Blick. Vor der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten für Juni am Nachmittag dürften sich die Investoren generell eher zurückhalten, hiess es aus dem Handel.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist gefallen. Das Opec-Sekretariat meldete am Freitag, dass der Korbpreis am Donnerstag 44,18 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren 17 Cent weniger als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 13 wichtigsten Sorten des Kartells./jkr/jsl/fbr

(AWP)