Ölpreise erholen sich nach Vortagesverlusten

NEW YORK/LONDON (awp international) - Die Ölpreise haben sich am Donnerstag ein Stück weit von den deutlichen Verlusten am Vortag erholt. Im Mittagshandel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar 54,39 US-Dollar. Das waren 49 Cent mehr als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Januar stieg um 29 Cent auf 51,33 Dollar.
15.12.2016 12:33

Händler sprachen von einer Gegenbewegung am Ölmarkt. Am Mittwochabend waren die Ölpreise noch wegen eines starken US-Dollars erheblich unter Druck geraten. Die US-Notenbank hatte ihren Leitzins zum zweiten Mal nach der Finanzkrise angehoben. Zudem signalisierte sie für das kommende Jahr ein etwas höheres Straffungstempo, woraufhin der Kurs des Dollar zu anderen wichtigen Währungen deutlich gestiegen war. Das in der amerikanischen Währung gehandelte Rohöl wurde damit für viele Anleger teurer, was Nachfrage und Preise drückte.

Rohstoffexperten der Commerzbank verwiesen ausserdem auf jüngste Daten zur Entwicklung der Ölproduktion in den USA. Diese war in der vergangenen Woche deutlich gestiegen. Nach Einschätzung der Commerzbank-Experten zeigen die Daten, dass die Trendwende bei der Ölproduktion in den USA vollzogen ist. Vom Tief im September sei die Produktion bereits um 200 000 Barrel pro Tag gestiegen./jkr/jsl/fbr

(AWP)