Ölpreise erneut unter Druck - Warten auf Opec-Treffen

NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise sind am Dienstag einen Tag vor dem wichtigen Treffen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) unter Druck geraten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar kostete am Mittag 47,55 US-Dollar. Das waren 69 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 75 Cent auf 46,32 Dollar.
29.11.2016 12:56

Verständigt sich die Opec an diesem Mittwoch darauf, wie eine im Grundsatz schon beschlossene Förderbegrenzung in die Tat umgesetzt werden kann, könnte dies die verfügbare Ölmenge auf dem Weltmarkt verknappen. "Das Hoffen und Bangen um die mögliche OPEC-Produktionskürzung bestimmt weiterhin das Auf und Ab der Preise am Ölmarkt", schreiben die Devisenexperten der Commerzbank. Allerdings ist derzeit noch keine Einigung in Sicht.

Am Montag hatten die Ölpreise noch ins Plus gedreht, nachdem sich ein Vertreter des Irak optimistisch gezeigt hatte, doch noch eine Verhandlungslösung zu erreichen. Von der ernüchternden Aussage des saudi-arabischen Ölministers, der Markt würde 2017 auch ohne Kürzung ins Gleichgewicht finden, hatten sich die Preise laut Commerzbank überraschend gut erholt./jsl/jkr/stb

(AWP)