Ölpreise fallen kräftig - IEA senkt Nachfrageprognose

NEW YORK/LONDON (awp international) - Die Ölpreise sind am Dienstag deutlich gefallen. Händler erklärten den Preisdruck unter anderem mit der jüngsten Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA), die ihre Prognose für die weltweite Nachfrage nach Rohöl gesenkt hatte.
13.09.2016 12:33

Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 47,24 US-Dollar. Das waren 1,08 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Oktober fiel um 1,16 Dollar auf 45,14 Dollar.

Am Vormittag haben die Ölpreise ihre frühen Verluste spürbar ausgeweitet. Die IEA hatte zuvor ihren Monatsbericht veröffentlicht und darin die Prognosen für die Nachfrage nach Rohöl gesenkt. Im dritten Quartal rechnet die Agentur, in der führende Industriestaaten organisiert sind, nur noch mit einem Anstieg der Nachfrage um 0,8 Millionen Barrel pro Tag. Dies wäre das geringste Wachstum seit zwei Jahren. Die Organisation sieht vor allem die Lage in China und Indien kritisch und sprach von einem "dramatischen" Rückgang der Nachfrage in den beiden wichtigen Schwellenländern.

Ausserdem wird am Markt erwartet, dass in den USA die Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche deutlich um 4 Millionen Barrel gestiegen sind. Die US-Regierung wird die offiziellen Daten zu den Ölreserven am Mittwoch veröffentlichen. Steigende Lagerbestände können ein Hinweis auf ein zu hohes Angebot oder eine zu schwache Nachfrage sein und belasten daher in der Regel die Ölpreise./jkr/bgf/fbr

(AWP)