Ölpreise fallen nach überraschend gestiegenen US-Reserven deutlich

NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise sind am Mittwoch nach überraschend gestiegenen US-Ölreserven stark unter Druck geraten. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September fiel nach der Veröffentlichung der Reservedaten am Nachmittag um 1,10 Dollar bis auf 43,67 Dollar. Das war der tiefste Stand seit Mai. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,20 auf 41,93 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit April. Eine nennenswerte Erholung gab es im Anschluss vorerst nicht.
27.07.2016 17:26

In den USA hatten die Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche überraschend zugelegt. Die Vorräte waren laut Energieministerium um 1,67 Millionen auf 521,1 Millionen Barrel (je 159 Liter) gestiegen. Experten hatten dagegen ein Minus von über zwei Millionen Barrel erwartet. Ausserdem hatte die US-Ölproduktion laut Regierungsangaben um 0,247 Prozent auf 8,515 Millionen Barrel pro Tag zugelegt.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) fiel zuletzt weiter. Das Opec-Sekretariat meldete am Mittwoch, dass der Korbpreis am Dienstag 40,62 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren 73 Cent weniger als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 14 wichtigsten Sorten des Kartells./tos/jsl/he

(AWP)