Ölpreise geben deutlich nach - Sorge vor Überangebot belastet

NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben ihren Abwärtstrend der vergangenen Handelstage am Freitag fortgesetzt und sind deutlich gesunken. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 45,96 US-Dollar. Das waren 63 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Oktober fiel um 55 Cent auf 43,36 Dollar.
16.09.2016 12:38

Zum Wochenschluss hätten Sorgen vor einem weiterhin zu hohen Angebot auf dem Ölmarkt überwogen, erklärten Händler die fallenden Preise. Zuletzt hatten die wichtigen Förderländer Libyen und Nigeria eine Ausweitung der Ölexporte angekündigt. Ausserdem war die Internationale Energieagentur (IEA) im Verlauf der Woche davon ausgegangen, dass das Überangebot an Rohöl länger andauern könnte als bisher gedacht.

Vor dem Hintergrund der Überangebots auf dem Ölmarkt dürften am Abend auch neue Daten zur Anzahl der Bohrlöcher in den USA in den Fokus rücken. "Sollten es hier zu einem weiteren Anstieg kommen, würde dies die Sorgen vor einem anhaltenden Überangebot verstärken", hiess es in einer Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank. Die Ölausrüsterfirma Baker Hughes veröffentlicht in der Regel jeweils Freitags die Zahl der in Betrieb befindlichen Bohrlöcher in den USA.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist zuletzt erneut gefallen. Das Opec-Sekretariat meldete am Freitag, dass der Korbpreis am Donnerstag 41,67 US-Dollar je Barrel betragen habe. Das waren 89 Cent weniger als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 14 wichtigsten Sorten des Kartells./jkr/bgf/das

(AWP)