Ölpreise geben deutlich nach - Sorge vor zu hohem Angebot belastet

Die Ölpreise haben am Mittwoch an die Verluste vom Vortag angeknüpft und sind deutlich gesunken. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai 55,06 US-Dollar. Das waren 86 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im April fiel um 99 Cent auf 52,15 Dollar.
08.03.2017 17:28

Die Sorge vor einem zu hohen Angebot habe die Ölpreise weiter belastet, hiess es von Marktbeobachtern. Zwar konnten die Notierungen für kurze Zeit einen Teil der frühen Verluste wettmachen, als die US-Regierung für die vergangene Woche einen Rückgang der Benzinreserven in den Vereinigten Staaten gemeldet hatte. Zeitgleich wurde aber auch ein unerwartet kräftiger Anstieg der Ölreserven in den USA veröffentlicht.

Seit mittlerweile neun Wochen sind die US-Ölreserven mehr oder weniger stark gestiegen, zuletzt um 8,2 Millionen Barrel auf 528,4 Millionen Barrel. Der Zuwachs der Ölreserven kann ein Hinweis auf ein zu hohes Angebot sein und belastet in der Regel die Ölpreise.

Ausserdem hatte die US-Energiebehörde EIA am Vorabend eine neue Prognose zur Entwicklung der amerikanischen Ölproduktion veröffentlicht. Demnach dürfte die Produktion im laufenden Jahr um etwa 200 000 Barrel pro Tag stärker steigen als bisher erwartet, auf durchschnittlich 9,21 Millionen Barrel pro Tag./jkr/jsl/he

(AWP)