Ölpreise geben nach

SINGAPUR (awp international) - Die Ölpreise sind am Freitag im frühen Handel gesunken. Der für viele überraschende Sieg Donald Trumps bei den US-Präsidentschaftswahlen sei am Ölmarkt inzwischen verdaut, sagen Experten. Jetzt stehe wieder die Förderpolitik des Ölkartells Opec im Mittelpunkt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar fiel am Morgen im Vergleich zum Vortag um acht Cent auf 45,76 US-Dollar. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI gab um zehn Cent auf 44,55 Dollar nach.
11.11.2016 07:25

Mittlerweile ist die Wahlentscheidung in den USA am Rohölmarkt wieder etwas in den Hintergrund getreten. "Der Trump-Faktor ist vorüber", sagt Jonathan Barratt, Experte beim Finanzdienstleister Ayers Alliance Securities. Nach Bekanntgabe des Trump-Sieges hatten die Preise zwischenzeitlich kräftig nachgegeben, sich dann aber rasch erholt. "Jetzt geht es wieder um Angebot und Nachfrage", sagte Barratt. Die Förderpolitik der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) rücke wieder in den Fokus.

Zuletzt sind Zweifel daran gewachsen, dass das Ölkartell und Russland eine beschlossene Begrenzung der Förderung tatsächlich umsetzen können. Zudem lastet laut Händlern auch der steigende Dollar auf den Ölpreisen. Ein steigender Dollar macht Rohöl für Anleger aus anderen Währungsräumen teurer und dämpft so die Nachfrage./tos/stb

(AWP)