Ölpreise geben nach

NEW YORK/LONDON (awp international) - Die Ölpreise haben am Donnerstag an die deutlichen Vortagesverluste angeknüpft und weiter nachgegeben. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar 53,60 US-Dollar. Das waren 30 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Januar fiel um 64 Cent auf 50,39 Dollar.
15.12.2016 17:46

Bereits am Mittwochabend waren die Ölpreise wegen eines starken US-Dollar erheblich unter Druck geraten. Die US-Notenbank hatte ihren Leitzins zum zweiten Mal nach der Finanzkrise angehoben. Zudem signalisierte sie für das kommende Jahr ein etwas höheres Straffungstempo, woraufhin der Kurs des Dollar zu anderen wichtigen Währungen deutlich gestiegen war. Das in der amerikanischen Währung gehandelte Rohöl wurde damit für viele Anleger teurer, was Nachfrage und Preise drückte.

Rohstoffexperten der Commerzbank verwiesen ausserdem auf jüngste Daten zur Entwicklung der Ölproduktion in den USA. Diese war in der vergangenen Woche deutlich gestiegen. Nach Einschätzung der Commerzbank-Experten zeigen die Daten, dass die Trendwende bei der Ölproduktion in den USA vollzogen ist. Vom Tief im September sei die Produktion bereits um 200 000 Barrel pro Tag gestiegen./tos/jkr/jha/

(AWP)