Ölpreise geben nach - Aussicht auf weiter steigende US-Reserven belastet

Die Ölpreise sind am Mittwoch gesunken. Gegen Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai 55,61 US-Dollar. Das waren 31 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im April fiel um 40 Cent auf 52,74 Dollar.
08.03.2017 12:05

Neue Hinweise auf ein hohes Angebot in den USA hätten auf die Preise gedrückt, hiess es aus dem Handel. Das private Institut API hatte am Vorabend einen deutlichen Anstieg der US-Ölreserven um 11,6 Millionen Barrel gemeldet. Die offiziellen Zahlen des Energieministeriums in Washington werden am Mittwochnachmittag veröffentlicht.

Experten rechnen bei den offiziellen Regierungsdaten zu den Lagerbeständen an Rohöl mit dem neunten Anstieg in Folge. Der Zuwachs der Ölreserven kann ein Hinweis auf ein zu hohes Angebot sein und belastet in der Regel die Ölpreise.

Ausserdem hatte die US-Energiebehörde EIA am Vorabend eine neue Prognose zur Entwicklung der amerikanischen Ölproduktion veröffentlicht. Demnach dürfte die Produktion im laufenden Jahr um etwa 200 000 Barrel pro Tag stärker steigen als bisher erwartet, auf durchschnittlich 9,21 Millionen Barrel pro Tag./jkr/jsl/tos

(AWP)