Ölpreise geben Vortagesgewinne teilweise wieder ab

NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben am Mittwoch die Gewinne vom Vortag nicht ganz halten können. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 49,45 US-Dollar. Das waren 51 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 77 Cent auf 47,33 Dollar.
24.08.2016 13:05

In den vergangenen Handelstagen kam es mehrfach zu starken Preisbewegungen am Ölmarkt. Experten berichten von einer spürbaren Zunahme spekulativer Anleger. Unter anderem wurden die Preise durch Medienberichte über eine mögliche Förderobergrenze wichtiger Opec-Förderländer gemeinsam mit Russland bewegt.

Am Vortag waren die Ölpreise in wenigen Minuten um mehr als einen Dollar gestiegen. Auslöser waren Berichte, dass der Iran an den für Ende September geplanten Gesprächen zwischen dem Ölkartell Opec und anderen Anbietern teilnehmen und das Vorhaben einer Förderobergrenze unterstützen will. Der Iran gilt als wichtiger Faktor für eine Einigung, insbesondere wegen der grossen Interessengegensätze zum mächtigsten Opec-Mitglied Saudi-Arabien.

Rohstoffexperten der Commerzbank zweifeln jedoch am Erfolg der Gespräche und sehen mittlerweile die Gefahr einer "scharfen Preiskorrektur" am Ölmarkt. Im weiteren Handelsverlauf dürften neue Daten zu den US-Ölreserven stärker in den Fokus rücken, die am Nachmittag veröffentlicht werden. Der Markt rechnet mit einem Rückgang der Lagerbestände an Rohöl um 0,85 Millionen Barrel.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist zuletzt erneut gefallen. Das Opec-Sekretariat meldete am Mittwoch, dass der Korbpreis am Dienstag 45,34 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren 70 Cent weniger als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 14 wichtigsten Sorten des Kartells.

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(AWP)