Ölpreise geben weiter nach - Aussicht auf steigende US-Reserven belastet

NEW YORK/LONDON (awp international) - Die Ölpreise haben am Mittwoch an die deutlichen Verluste vom Vortag angeknüpft und weiter nachgegeben. Mit der Aussicht auf steigende US-Ölreserven seien die Preise deutlich unter Druck geraten, hiess es aus dem Handel. Der Preis für US-Rohöl lag zuletzt wieder deutlich unter der Marke von 50 US-Dollar. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete am Mittag 50,10 US-Dollar. Das waren 69 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI fiel um 70 Cent auf 49,26 Dollar.
26.10.2016 11:58

Die Aussicht auf höhere Öllagerbestände in den USA belastete die Preise. Experten gehen davon aus, dass die amerikanischen Ölreserven in der vergangenen Woche um zwei Millionen Barrel gestiegen sind. Die US-Regierung wird die offiziellen Daten am Nachmittag veröffentlichen. Bereits am Vorabend sorgten Meldungen, wonach die Ölreserven laut dem privaten American Petroleum Institute (API) um 4,75 Millionen Barrel gestiegen sind, für einen kräftigen Rückgang der Ölpreise.

Ausserdem gibt es nach wie vor keine erkennbaren Fortschritte bei der Eindämmung des Überangebots an Rohöl auf dem Weltmarkt. Führende Ölnationen arbeiten derzeit an einer Einigung auf gemeinsame Massnahmen zur Begrenzung der Fördermenge. Zuletzt gab es hierzu jedoch ernüchternde Signale./jkr/jsl/stb

(AWP)