Ölpreise geben weiter nach - Brent und US-Öl auf Drei-Monatstiefs

NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben am Donnerstag an den kräftigen Rückschlag vom Vortag angeknüpft und sind weiter gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete am Mittag 43,24 US-Dollar. Das waren 23 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel nur leicht um vier Cent auf 41,88 Dollar.
28.07.2016 13:17

Zuvor erreichten der Brent-Preis bei 42,88 Dollar und der WTI-Preis bei 41,66 Dollar jeweils den tiefsten Stand seit Mai. Anfang Juni hatte die beiden wichtigsten Ölpreise noch über der Marke von 50 Dollar gelegen.

Auslöser für den jüngsten Preisrutsch beim Öl war ein überraschender Anstieg der Ölreserven in den USA, den die US-Regierung am Vortag gemeldet hatte. Demnach vergrösserten sich die Lagerbestände in der vergangene Woche um 1,67 Millionen Barrel auf 521,1 Millionen Barrel. Zuvor waren die US-Ölvorräte neun Mal in Folge gesunken und Experten hatten den zehnten Rückgang erwartet. "Der Lageraufbau war auf höhere Importe und eine geringere Rohölverarbeitung zurückzuführen", erklärt Rohstoffexperten der Commerzbank.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist zuletzt weiter gefallen. Das Opec-Sekretariat meldete am Donnerstag, dass der Korbpreis am Mittwoch 40,49 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren 13 Cent weniger als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 14 wichtigsten Sorten des Kartells./jkr/jsl/fbr

(AWP)