Ölpreise geben wieder nach

NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben am Donnerstag wieder nachgegeben. Nachdem sich die Preise in der vergangenen Nacht noch etwas erholen konnten, drehten sie am Morgen wieder ins Minus. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete am Mittag 42,56 US-Dollar. Das waren 54 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im September fiel um 36 Cent auf 40,47 Dollar.
04.08.2016 12:56

Nach wie vor belastet die Sorge vor einem zu hohen Angebot die Ölpreise. Am Mittwoch hatte die US-Regierung überraschend einen weiteren Anstieg der Ölreserven des Landes gemeldet. Ein deutlicher Rückgang der Benzinreserven in den USA konnte die Ölpreise nur zeitweise stützen.

Seit Anfang Juli sind die Ölpreise insgesamt stark unter Druck. Experten erklärten dies zuletzt unter anderem mit aussergewöhnlich hohen Benzinbeständen, die künftig eine geringere Ölnachfrage der Raffinerien erwarten lassen. Zudem lastet das hohe Rohölangebot insbesondere aus Saudi-Arabien auf den Preisen.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist zuletzt leicht gestiegen. Das Opec-Sekretariat meldete am Donnerstag, dass der Korbpreis am Mittwoch 38,43 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren 14 Cent mehr als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 14 wichtigsten Sorten des Kartells./jkr/jsl/das

(AWP)