Ölpreise gestiegen - Aussicht auf gesunkene US-Ölreserven stützt

Die Ölpreise sind am Donnerstag gestiegen. Die Erwartung eines Rückgangs der Ölreserven in den USA habe die Preise gestützt, hiess es aus dem Handel. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete am Mittag 54,37 US-Dollar und damit 45 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Februar stieg um 39 Cent auf 51,47 Dollar.
19.01.2017 12:47

Am Vorabend hatte das private American Petroleum Institute (API) gemeldet, dass die Ölreserven in den USA in der vergangenen Woche deutlich um 5,04 Millionen Barrel gesunken seien. Sollte sich dies bestätigen, untermauere dies die These einer Angebotsverknappung, schreibt Eugen Weinberg, Experte bei der Commerzbank. Die Zahlen seien aber aufgrund der volatilen Importentwicklung zu sprunghaft, um als eindeutiger Beleg zu dienen.

Am Nachmittag wird die US-Regierung die offiziellen Daten zu den Lagerbeständen veröffentlichen. Hier erwarten Experten ebenfalls einen Rückgang.

Ein Rückgang der US-Ölreserven gilt als Hinweis auf eine stärkere Nachfrage oder ein geringeres Angebot und stützt dadurch die Ölpreise. In den vergangenen Wochen hatte eine im Januar in Kraft getretene Förderkürzung der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und weiterer wichtiger Förderländer den Ölpreisen Auftrieb gegeben./tos/jkr/stb

(AWP)