Ölpreise gestiegen - Dollar schwächer

NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben am Montag beflügelt von einem schwachen Dollar zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete am Mittag 50,12 US-Dollar. Das waren 95 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im August stieg um 86 Cent auf 49,42 Dollar.
20.06.2016 12:42

Der entscheidende Faktor am Ölmarkt dürfte diese Woche der Devisenmarkt sein, der von Unsicherheiten wegen des anstehenden Brexit-Referendums geprägt ist, sagte Michael McCarthy, Experte beim Finanzdienstleister CMC Markets.

Der US-Dollar gab am Montag zu fast allen wichtigen Währungen nach und bescherte den Ölpreisen dadurch Auftrieb, weil Öl meist in Dollar gehandelt wird und dadurch für Investoren aus anderen Währungsräumen bei einer Dollarschwäche erschwinglicher wird.

Zuletzt hatten Umfragen die Brexit-Gegner wieder in Führung gesehen und dadurch die Risikobereitschaft der Anleger wieder gestärkt. "Doch auch wenn der Risikoappetit zuletzt wieder gestiegen ist, bleibt die Stimmung angespannt", meint Eugen Weinberg, Rohstoffexperte bei der Commerzbank. "Nur ein Votum der Briten für den Verbleib in der EU könnte schnell für Ruhe sorgen."

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist gestiegen. Das Opec-Sekretariat meldete am Montag, dass der Korbpreis am Freitag 44,18 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren 15 Cent mehr als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 13 wichtigsten Sorten des Kartells./tos/jsl/men

(AWP)