Ölpreise gestiegen - Irak-Aussagen und Dollarschwäche stützen

Die Ölpreise sind am Dienstag gestiegen. Die Aussicht auf eine geringere Fördermenge und die jüngste Dollar-Schwäche stützte die Preise laut Händlern. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März 55,65 US-Dollar. Das waren 42 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 61 Cent auf 53,35 Dollar.
24.01.2017 18:12

Marktbeobachter begründeten den Anstieg der Ölpreise mit Aussagen zur Fördermenge aus dem Irak. Das Opec-Land hat nach Aussage des Ölministers Jabbar Al-Luaibi die zugesagte Kürzung der Produktionsmenge nahezu erreicht. Gemeinsam mit anderen wichtigen Ölstaaten war innerhalb der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) eine Kürzung der Produktionsmenge vereinbart worden, die zu Beginn des Jahres in Kraft trat. Allerdings wird sie noch nicht von allen Beteiligten vollständig umgesetzt.

"Ein wichtiger preisstützender Faktor ist der schwächere Dollar in Folge von ersten Massnahmen der neuen US-Administration", schrieben die Rohstoffexperten der Commerzbank. In den ersten Tagen der Amtszeit von Präsident Donald Trump verdichten sich Hinweise auf eine protektionistische Wirtschaftspolitik. Dies belastet den Dollarkurs. Weil Rohöl auf dem Weltmarkt in Dollar gehandelt wird, macht ein schwächerer Dollar Rohöl für Anleger aus anderen Währungsräumen günstiger.

Der neue US-Präsident Donald Trump will zwei umstrittene Pipeline-Projekte wieder aufnehmen, die sein Vorgänger Barack Obama gestoppt hatte. Trump unterzeichnete am Dienstag entsprechende Anordnungen. Auswirkungen auf den Ölpreis hatten die Entscheidungen zunächst nicht./jsl/he

(AWP)