Ölpreise gestiegen - Opec erwartet höhere Nachfrage

NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben am Dienstag nach zum Teil starken Verlusten in den vergangenen Handelstagen zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete am späten Nachmittag 47,87 US-Dollar. Das waren 1,61 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im August stieg um 1,46 Dollar auf 46,22 Dollar.
12.07.2016 17:43

Eine allgemein höhere Risikobereitschaft der Anleger mit steigenden Kursen an den Aktienmärkten habe die Ölpreise mit nach oben gezogen, hiess es aus dem Handel. Rohstoffexperten der Commerzbank sehen die Gründe für steigende Ölpreise auch auf der Angebotsseite. "Neben den oft zitierten Produktionsausfällen in Nigeria und Libyen kommt zuletzt auch weniger Öl aus dem Irak an den Markt", hiess es in einer Einschätzung.

Experten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) rechnen unterdessen mit einer steigenden globalen Ölnachfrage im kommenden Jahr. Der gesamte Bedarf werde 2017 voraussichtlich um 1,2 Millionen auf durchschnittlich 95,3 Millionen Barrel pro Tag steigen, hiess es in dem am Dienstag veröffentlichten Monatsbericht der Organisation. Fast der gesamte Zuwachs sei auf steigende Nachfrage aus Schwellenländern wie Indien und China zurückzuführen.

Der Preis für Rohöl der Opec ist zuletzt erneut gefallen. Das Opec-Sekretariat meldete am Dienstag, dass der Korbpreis am Montag 42,21 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren 38 Cent weniger als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 13 wichtigsten Sorten des Kartells./tos/jsl/he

(AWP)