Ölpreise legen etwas zu

NEW YORK/LONDON (awp international) - Die Ölpreise sind am Donnerstag etwas gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete am Mittag 50,31 US-Dollar. Das waren 33 Cent mehr als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI stieg um 18 Cent auf 49,36 Dollar. WTI notiert damit trotzdem weiter in der Nähe seines 3-Wochen-Tiefs.
27.10.2016 12:03

Händler sprachen von einer leichten Gegenbewegung. Bis zum Morgen hätten noch jüngste Daten zu den Rohöllagerbeständen in den USA die Ölpreise belastet. Vor dem Treffen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) dürften sich die Ölpreise in einer vergleichsweise engen Bandbreite halten, sagte ein Ölhändler in Sydney. Führende Ölnationen arbeiten derzeit an einer Einigung auf gemeinsame Massnahmen zur Begrenzung der Fördermenge. Zuletzt gab es hierzu jedoch ernüchternde Signale.

Tendenziell dürfte die wachsende Skepsis bezüglich der angestrebten Produktionskürzung der Opec die Ölpreise in den kommenden Handelstagen eher belasten, hiess es in einer Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank. "Schliesslich steigt die Produktion derzeit nahezu allerorten", schreiben die Experten. Das Problem des Überangebots auf dem Weltmarkt löse sich nicht von selbst. Für den Preis bleibe bestimmend, ob die OPEC tatsächlich mit Produktionskürzungen gegensteuert. "Die Zweifel daran nehmen zu", hiess es bei der Commerzbank./jkr/jsl/fbr

(AWP)