Ölpreise legen geringfügig zu

NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben sich am Freitag wenig bewegt und lagen zuletzt geringfügig im Plus. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August 49,78 US-Dollar. Das waren sieben Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um drei Cent auf 48,36 Dollar.
01.07.2016 17:54

Wie auch an anderen Märkten wird das Geschehen am Ölmarkt stark von Nachrichten rund um den Brexit mitbestimmt. An den europäischen Aktienbörsen ging es am Freitag zunächst deutlich aufwärts, im Tagesverlauf setzte jedoch zwischenzeitlich etwas Ernüchterung ein. Am Ölmarkt führte die geringere Risikofreude zu Preisabschlägen. Für Unterstützung sorgte dagegen der etwas schwächere US-Dollar. Rohöl wird in der US-Währung gehandelt, weshalb fallende Dollarkurse die Ölnachfrage beleben.

In den vergangenen Wochen haben die Ölpreise um die Marke von 50 Dollar geschwankt. Nach unten hin werden sie durch das zuletzt verminderte Angebot infolge von Produktionsausfällen begrenzt, nach oben wirken unter anderem konjunkturelle Risiken als Dämpfer. Im vergangenen halben Jahr haben sich die Ölpreise jedoch deutlich von ihrem vorherigen Einbruch erholt. Seit Jahresbeginn beträgt der Preisaufschlag etwa 30 Prozent.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist unterdessen gestiegen. Das Opec-Sekretariat meldete am Freitag, dass der Korbpreis am Donnerstag 46,27 US-Dollar je Barrel betragen habe. Das waren 45 Cent mehr als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 13 wichtigsten Sorten des Kartells./tos/das

(AWP)