Ölpreise legen nach gefallenen US-Reserven deutlich zu

NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben am Donnerstag nach überraschend gefallenen Zahlen zu den US-Ölreserven deutlich zugelegt. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 49,76 US-Dollar. Das waren 1,78 Dollar mehr als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Oktober stieg um 1,73 Dollar auf 47,24 Dollar.
08.09.2016 17:34

In den USA waren die Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche entgegen den Erwartungen deutlich gesunken. Die Vorräte seien um 14,51 Millionen auf 511,4 Millionen Barrel gefallen, hatte das Energieministerium in Washington mitgeteilt. Der Rückgang signalisiert ein schwächer als erwartetes Angebot und treibt dadurch den Preis nach oben. Experten hatten bei den Reserven mit einem Anstieg um 0,91 Millionen Barrel gerechnet.

Zudem war die US-Ölproduktion laut Regierungsangaben um 0,03 Prozent auf 8,46 Millionen Barrel täglich gesunken und die Benzinbestände waren um 4,21 Millionen Barrel auf 227,8 Millionen Barrel gefallen. Nur die Vorräte an Destillaten (Heizöl, Diesel) waren um 3,38 Millionen auf 158,1 Millionen Barrel gestiegen.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist gestiegen. Das Opec-Sekretariat meldete am Donnerstag, dass der Korbpreis am Mittwoch 43,18 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren 43 Cent mehr als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 14 wichtigsten Sorten des Kartells./tos/he

(AWP)