Ölpreise legen nach gesunkenen US-Reserven kräftig zu - Brent über 50 Dollar

NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben am Mittwoch nach der Bekanntgabe deutlich gesunkener US-Ölreserven kräftig zugelegt. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August 50,01 US-Dollar. Das waren 1,43 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,40 Dollar auf 49,23 Dollar.
29.06.2016 17:48

"Der Brexit-Schock scheint am Ölmarkt allmählich verdaut", schrieben die Experten der Commerzbank. Der Fokus richte sich wieder stärker auf die Fundamentaldaten.

Die US-Rohöllagerbestände sind laut Energieministerium in der vergangenen Woche deutlich gesunken. Demnach gingen die Reserven um 4,1 Millionen auf 526,6 Millionen Barrel (je 159 Liter) zurück. Experten hatten nur einen etwa halb so starken Rückgang erwartet. Zudem fiel die Ölproduktion um 0,06 Prozent auf 8,6 Millionen Barrel pro Tag.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist gestiegen. Das Opec-Sekretariat meldete am Mittwoch, dass der Korbpreis am Dienstag 44,46 US-Dollar je Barrel betragen habe. Das waren 14 Cent mehr als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 13 wichtigsten Sorten des Kartells./tos/das

(AWP)