Ölpreise legen weiter zu

NEW YORK/LONDON (awp international) - Die Ölpreise haben am Montag an ihren schwankungsanfälligen Aufwärtstrend seit Beginn des Monats angeknüpft. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete am Mittag 47,14 US-Dollar. Das waren 17 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im September stieg um 22 Cent auf 44,71 Dollar.
15.08.2016 13:28

Ein wichtiger Grund für die Erholung der Preise seit Anfang August sind Spekulationen auf Förderbegrenzungen durch die Organisation erdölexportierender Länder (Opec). Obwohl solche Bemühungen erst vor wenigen Monaten gescheitert waren, scheinen die Kartellstaaten einen neuen Anlauf zu nehmen. Ende September findet ein informelles Treffen statt. Beobachter halten die Erfolgsaussichten wegen grosser Differenzen innerhalb des Kartells für gering.

"Die Erwartung einer kurzfristigen Einigung zwischen der Opec und wichtigen Förderländern ausserhalb der Opec in Bezug auf freiwillige Angebotsbegrenzungen halten wir für wenig begründet", kommentierten Rohstoffexperten der Commerzbank. Sie wollten auch eine neue Korrektur der Ölpreise nicht ausschliessen. Es könnte einen Rückgang geben, wenn die Angebotsseite wieder in den Fokus der Marktteilnehmer rückt. "Jüngste Daten zur Bohraktivität in den USA lassen Zweifel am Abbau des Überangebots aufkommen", schreiben die Commerzbank-Experten./jkr/bgf/jha/

(AWP)