Ölpreise legen weiter zu - Brent zeitweise über 55 Dollar

NEW YORK/LONDON (awp international) - Die Ölpreise sind am Montag trotz des gescheiterten Italien-Referendums und des angekündigten Rücktritts des italienischen Regierungschefs Matteo Renzi weiter gestiegen. Die Einigung der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) auf eine konkrete Kürzung der Fördermenge sorge weiter für Auftrieb, hiess es aus dem Handel. Der Preis für Nordsee-Öl stieg erstmals seit dem Sommer 2015 wieder über die Marke von 55 US-Dollar.
05.12.2016 17:28

Im Nachmittagshandel konnte sich der Preis für Nordsee-Öl aber nicht über 55 Dollar halten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar kostete am späten Nachmittag 54,95 US-Dollar. Das waren aber immer noch 49 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Januar stieg um 25 Cent auf 51,93 Dollar.

"Der Anstieg der Ölpreise seit letzter Woche wurde massgeblich durch die beschlossene Produktionskürzung der Opec um 1,2 Millionen Barrel pro Tag ab dem 1. Januar 2017 ausgelöst", hiess es in einer Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank. Durch die Kürzung dürfte der Ölmarkt im ersten Halbjahr 2017 nicht mehr überversorgt sein, sondern sogar ein Defizit aufweisen./jkr/she

(AWP)