Ölpreise legen zu

NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben sich am Dienstag etwas von ihren starken Verlusten an den beiden vorherigen Handelstagen erholt. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August 48,30 US-Dollar. Das waren 1,14 Dollar mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,22 Dollar auf 47,58 Dollar.
28.06.2016 13:09

Eugen Weinberg, Rohstoffexperte bei der Commerzbank, führt den jüngsten Preisanstieg vor allem auf mögliche Produktionsausfälle in Norwegen zurück. Ab dem Wochenende drohen demnach Streiks in der Öl- und Gasindustrie, von denen nach Angaben der Gewerkschaften sieben Öl- und Gasfelder betroffen sein könnten.

Etwas Entlastung erhielten die Ölpreise zudem von der Währungsseite. Der amerikanische Dollar, die Handelswährung am Rohölmarkt, tendierte etwas weniger stark als an den Vortagen. Dies sorgte dafür, dass Erdöl für Anleger ausserhalb des Dollarraums etwas günstiger wurde, was die Nachfrage belebte. Nach dem Brexit-Votum waren die Ölpreise am Freitag und Montag um insgesamt rund neun Prozent gefallen.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist gefallen. Das Opec-Sekretariat meldete am Dienstag, dass der Korbpreis am Montag 44,32 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren 56 Cent weniger als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 13 wichtigsten Sorten des Kartells./tos/jsl/fbr

(AWP)