Ölpreise legen zu - Irak-Aussagen und Dollarschwäche stützen

Die Ölpreise sind am Dienstag gestiegen. Die Aussicht auf eine geringere Fördermenge und die jüngste Dollar-Schwäche habe die Preise gestützt, hiess es aus dem Handel. Gegen Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März 54,41 US-Dollar. Das waren 18 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 23 Cent auf 52,98 Dollar.
24.01.2017 13:28

Marktbeobachter erklärten den Anstieg der Ölpreise mit Aussagen zur Fördermenge aus dem Irak. Das Opec-Land hat nach Aussage des Ölministers Jabbar Al-Luaibi die zugesagte Kürzung der Produktionsmenge nahezu erreicht. Gemeinsam mit anderen wichtigen Ölstaaten war innerhalb der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) eine Kürzung der Produktionsmenge vereinbart worden, die zu Beginn des Jahres in Kraft trat. Allerdings wird sie noch nicht von allen Beteiligten vollständig umgesetzt.

"Ein wichtiger preisstützender Faktor ist der schwächere Dollar in Folge von ersten Massnahmen der neuen US-Administration", hiess es ausserdem in einer Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank. In den ersten Tagen der Amtszeit von Präsident Donald Trump verdichten sich Hinweise auf eine protektionistische Wirtschaftspolitik. Dies belastet den Dollar im Handel mit anderen Währungen. Weil Rohöl auf dem Weltmarkt in Dollar gehandelt wird, verbilligt ein Kursrückgang der amerikanischen Währung das Öl und verstärkt die Nachfrage./jkr/jsl/stb

(AWP)