Ölpreise legen zu - Starke China-Importe stützen

NEW YORK/LONDON (awp international) - Die Ölpreise haben am Donnerstag zugelegt. Nach einer Korrektur an den vergangenen Handelstagen hätten Importdaten aus China und eine allgemein gute Börsenstimmung gestützt, hiess es aus dem Handel. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar legte am späten Nachmittag um etwa ein halbes Prozent auf 53,73 US-Dollar zu. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Januar stieg ebenfalls um etwa ein halbes Prozent auf 50,55 Dollar.
08.12.2016 18:41

Am Markt wird der aktuelle Preisanstieg unter anderem mit jüngsten Importdaten aus China erklärt. Die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt hatte im November 32,35 Millionen Tonnen Rohöl importiert. Zum Vergleich: Im Oktober waren nur 28,79 Millionen Tonnen eingeführt worden. Die Nachfrage der Chinesen spielt eine bedeutende Rolle am Ölmarkt. Das Schwellenland ist der grösste Käufer in Asien und gilt als wichtiger Preistreiber.

Ausserdem profitierten die Ölpreise von einer allgemein guten Stimmung an den Finanzmärkten. Eine Verlängerung der Anleihekäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB) habe allgemein für mehr Risikofreude bei Anlegern gesorgt, hiess es aus dem Handel.

Nach der Einigung der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) auf eine Förderkürzung im kommenden Jahr waren die Ölpreise zunächst stark gestiegen und deutlich über die Marke von 50 Dollar je Barrel gesprungen. Seit Beginn der Woche hatte aber eine Gegenbewegung eingesetzt, und der Preis für US-Öl war zeitweise wieder unter 50 Dollar gerutscht./jkr/stb

(AWP)