Ölpreise leicht gestiegen

NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben am Mittwoch leicht zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete am Mittag 42,15 US-Dollar. Das waren 35 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im September war am Vortag deutlich unter 40 Dollar gefallen und hielt sich auch am Mittwoch unter dieser Marke. Zuletzt lag der Preis bei 39,88 Dollar. Das waren 37 Cent mehr als am Vortag.
03.08.2016 12:58

Im weiteren Tagesverlauf richten sich am Ölmarkt die Blicke auf neue offizielle Zahlen zu den Rohöllagerbeständen und zur Ölproduktion in den USA. Analysten gehen von einem Rückgang aus. Vergangene Woche erst hatte ein überraschender Anstieg der Reserven die Ölpreise stark unter Druck gebracht.

Insgesamt befinden sich die Preise seit Anfang Juli unter Druck. Grund dafür ist unter anderem ein hohes Angebot in den Ländern der Organisation erdölexportierender Staaten, allen voran Saudi-Arabien.

Hinzu kommen hohe Lagerbestände bei Ölprodukten. "Ein wichtiger preisbelastender Faktor ist das derzeitige Überangebot bei Benzin", kommentiert Eugen Weinberg, Analyst bei der Commerzbank. Dies sei nicht auf eine schwache Nachfrage, sondern auf ein hohes Angebot zurückzuführen. "Die Raffinerien haben aufgrund der bis in den Juni hinein hohen Verarbeitungsmargen deutlich mehr Benzin produziert als benötigt." Dieser Effekt dürfte jedoch nicht von Dauer sein, so Weinberg.

Der Preis für Opec-Rohöl ist zuletzt gefallen. Das Opec-Sekretariat meldete am Mittwoch, dass der Korbpreis am Dienstag 38,29 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren 81 Cent weniger als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 14 wichtigsten Sorten des Kartells./tos/fbr

(AWP)